Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Die Nordsee

Mittwoch, 01. Dezember 2010

Mit einer durchschnittlichen Tiefe von etwa 100 m ist die Nordsee ein relativ flaches Meer, wobei der gesamte südlich gelegene Teil höchstens 50 m tief ist. Sie ist ein Randmeer des Atlantiks und gleichzeitig ein Schelfmeer. Das bedeute, dass sie noch den Festlandsockel Europas bedeckt. Dies ist auch der Grund, weshalb sie so relativ flach ist. Beispiele für weitere Schelfmeere sind das Gelbe Meer, die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee, die Ostsibirische See, die Tschuktschen See, die Beaufortsee, der Kanadische Archipel, das Ross Meer, das Weddellmeer und die Indonesischen Meere.

Der südliche Bereich der Nordsee und der Ärmelkanal sind die am aller dichtesten befahrenen Schifffahrtsgewässer weltweit. Unter dem Meeresboden lagern bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen, die hauptsächlich von Norwegen ausgebeutet werden.

Geologisch betrachtet ist die Nordsee ein altes Meer, denn das Nordseebecken senkte sich bereits im Tertiär endgültig. Jedoch war es die letzte Eiszeit, die ihr ihre jetzige Form gab. Gegenwärtig breitet sich die Nordsee aus, denn seit etwa 7000 Jahren steigt der Meeresspiegel um durchschnittlich 30 cm je Jahrhundert.

Aus metereologischer Sicht und für die Fischerei unterscheidet man folgende Seegebiete: Viking, Forties, Dogger, Südwestliche Nordsee, Utsira, Fischer und die Deutsche Bucht. Der Salzgehalt der Norsee liegt regional- und witterungsbedingt zwischen 1,5 und 3,5 Prozent. Die Wassertemperaturen schwanken je nach Wassertiefe und Jahreszeit zwischen 10 Grad Celsius und 25 Grad Celsius. In strengen Wintern kann es an der Küste jedoch auch zu Eisbildungen kommen.

Die wichtigsten Zuflüsse zur Nordsee sind die Elbe, der Rhein, die Weser, die Ems und die Glomma, der Tweet und die Themse. Der größte Anteil frischen Wasser strömt jedoch aus der Ostsee über das Skagerrak zu. Die Nordsee ist zu klein und flach, um selbst Gezeitenwellen auszubilden. Der Tidenhub wird vom Nordatlantik geliefert.

Die Landschaften der nördlichen und westlichen Küsten sind oftmals steil aufragend, schroff und zerklüftet, während die südlichen und östlichen Küsten vorwiegend flach abfallen.

Wirtschaftliche Bedeutung hat das Meer durch die Fischerei, die Handelsschifffahrt, seine Erdgas- und Erdölvorkommen, den Tourismus und seit einigen Jahren durch die Nutzung regenerativer Energien mit Off-Shore Windparks.

Emden in Ostfriesland

Freitag, 28. Mai 2010

Emden liegt direkt an der Mündung des Flusses Ems in die Meeresbucht Dollart und damit in die Nordsee. Mit rund 52.000 Einwohner ist das ostfriesische Emden die kleinste kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Die Einwohner heißen hier genauso wie ihre Stadt, man spricht von Emder und Emderin. Das Adjektiv dazu lautet genauso: zum Beispiel Emder Bahnhof oder Emder Hafen.
Die Stadt Emden liegt unmittelbar an der Küste und ist daher als Handelsort bereits um das Jahr 800 entstanden. Emden ist Deutschlands westlichste Seehafenstadt. Der Hafen prägt die Stadt bis heute ganz wesentlich. So war er auch die Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Großindustriebetriebe wie eines Werks des VW-Konzerns oder der Werft der Nordseewerke. Emden ist die einzige kreisfreie Stadt in Ostfriesland. Als Wirtschaftsstandort kommt ihr daher in dieser Region eine hohe Bedeutung zu. Es handelt sich um ein Mittelzentrum mit vielen Funktionen eines Oberzentrums. Das zeigt sich auch am großen Einzugsgebiet der Stadt. Während Emden als Einkaufsstadt noch recht große Konkurrenz in Ostfriesland hat, ist es als Ort kultureller Veranstaltungen und insbesondere als Arbeitsplatz das Zentrum dieser Region. Konzerte in der Emder Nordseehalle sorgen regelmäßig für einen Besucherstrom aus den nahen Niederlanden, aus dem südlicheren Emsland oder aus dem Oldenburger Raum.
Als Küstenort ist Emden natürlich Ziel vieler Touristen, die einen Urlaub am Meer verbringen wollen. Die große Zahl privater Ferienwohnungen in Ostfriesland, in Emden direkt gelegen oder in der näheren Umgebung sprechen hier eine deutliche Sprache. Auch bei Tagestouristen ist die Stadt beliebt, ist sie doch über die A31 und die Emslandstrecke gut aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland zu erreichen.
Als Küstenstadt in Ostfriesland ist man in Emden mit dem Meer und den Naturgewalten vertraut. chste Seehafenstadt. Vom Emder Hafen bis zur offenen Nordsee sind es zwar noch 38 Seemeilen , doch Küstenschutz ist hier bereits in wichtiges Thema. Die Stadt liegt nur wenige Meter über Normalnull, der Seedeich und der Emsdeich schützen daher das Stadtgebiet vor Sturmfluten. Duch eine solche ist auch der Dollart im Mittelalter entstanden. Die größte Ausdehnung hatte er vermutlich im 16. Jahrhundert, später konnte Land zurückgewonnen werden. Auch Gebiete der Stadt Ems selbst wurden erst im 19. oder im 20. Jahrhundert zu festem Land. Das eingedeichte Areal ist heute noch sehr fruchtbar.
Bekannt ist Emden außerdem als Geburtsort der Komiker Karl Dall und Otto Waalkes, welche den Ostfriesenwitz stark geprägt haben. Vor allem „Otto“ hat seiner Heimatstadt durch Musikalben und Filme zu größerer Bekanntheit verholfen.