Jever – viel mehr als nur ein Bier!

02. Februar 2011

Eine der schönsten und gleichzeitig wichtigsten Städte des Landkreises Friesland ist die Stadt Jever. Dass jeder – auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus – mit diesem Namen etwas anfangen kann, liegt allerdings nicht an der übermäßigen Bekanntheit der Stadt, sondern wohl eher an der gleichnamigen Biersorte, die im In- und Ausland mit ‚friesisch herbem Geschmack‘ wirbt und sein norddeutsches Image liebevoll pflegt.
Dabei hat auch die Stadt Jever einiges zu bieten und gerade Friesland-Fans werden die Stadt im Nord-Osten der ostfriesischen Halbinsel, nur einen Katzensprung von der Nordsee entfernt, lieben. Denn Jever ist eine historische Stadt, die auf eine fast 500 jährige Geschichte zurückblickt (der jeversche Besiedlungsraum besteht sogar schon seit mehr als 1000 Jahren!) und über entsprechend viele Sehenswürdigkeiten und Denkmäler verfügt. Wer Jever besucht, sollte es sich daher auf keinen Fall nehmen lassen, an einer begleiteten Stadtführung teilzunehmen oder sich wenigsten auf eigene Faust auf den Weg durch die Innenstadt zu machen, um die vielen historischen Bauwerke in Augenschein zu nehmen. Dankenswerter Weise hat die Stadt Jever im Bereich der Innenstadt Kiebitze auf die Straßenpflasterung gemalt, deren Schnäbel dem neugierige Touristen den Weg weisen und ihn durch einen überaus interessanten Stadtrundgang lotsen. Freunde historischer Kirchen, Denkmäler und Profanbauten werden in Jever voll auf ihre Kosten kommen und merken, dass ein Tag – entgegen anders lautender Gerüchte – auf keinen Fall reicht, um all die spannenden Schätze der Stadt zu erkunden und in die besondere Atmosphäre der Gegend einzutauchen.
Schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass es neben diesen Bauten natürlich noch viel mehr gibt, dass man sich bei seinem Jever-Aufenthalt nicht entgehen lassen sollte – so zum Beispiel das hervorragende Theater und verschiedene Museen. Wenn das Wetter mitspielt, kann man es sich außerdem in den herrlichen Parks und Grünanlagen der Stadt gut gehen lassen und wenn im Sommer die Open-Air-Saison losgeht, dann wird es in Jever dank zahlreicher Events und Sonderveranstaltungen ohnehin nie langweilig.

Die Nordsee

01. Dezember 2010

Mit einer durchschnittlichen Tiefe von etwa 100 m ist die Nordsee ein relativ flaches Meer, wobei der gesamte südlich gelegene Teil höchstens 50 m tief ist. Sie ist ein Randmeer des Atlantiks und gleichzeitig ein Schelfmeer. Das bedeute, dass sie noch den Festlandsockel Europas bedeckt. Dies ist auch der Grund, weshalb sie so relativ flach ist. Beispiele für weitere Schelfmeere sind das Gelbe Meer, die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee, die Ostsibirische See, die Tschuktschen See, die Beaufortsee, der Kanadische Archipel, das Ross Meer, das Weddellmeer und die Indonesischen Meere.

Der südliche Bereich der Nordsee und der Ärmelkanal sind die am aller dichtesten befahrenen Schifffahrtsgewässer weltweit. Unter dem Meeresboden lagern bedeutende Erdgas- und Erdölvorkommen, die hauptsächlich von Norwegen ausgebeutet werden.

Geologisch betrachtet ist die Nordsee ein altes Meer, denn das Nordseebecken senkte sich bereits im Tertiär endgültig. Jedoch war es die letzte Eiszeit, die ihr ihre jetzige Form gab. Gegenwärtig breitet sich die Nordsee aus, denn seit etwa 7000 Jahren steigt der Meeresspiegel um durchschnittlich 30 cm je Jahrhundert.

Aus metereologischer Sicht und für die Fischerei unterscheidet man folgende Seegebiete: Viking, Forties, Dogger, Südwestliche Nordsee, Utsira, Fischer und die Deutsche Bucht. Der Salzgehalt der Norsee liegt regional- und witterungsbedingt zwischen 1,5 und 3,5 Prozent. Die Wassertemperaturen schwanken je nach Wassertiefe und Jahreszeit zwischen 10 Grad Celsius und 25 Grad Celsius. In strengen Wintern kann es an der Küste jedoch auch zu Eisbildungen kommen.

Die wichtigsten Zuflüsse zur Nordsee sind die Elbe, der Rhein, die Weser, die Ems und die Glomma, der Tweet und die Themse. Der größte Anteil frischen Wasser strömt jedoch aus der Ostsee über das Skagerrak zu. Die Nordsee ist zu klein und flach, um selbst Gezeitenwellen auszubilden. Der Tidenhub wird vom Nordatlantik geliefert.

Die Landschaften der nördlichen und westlichen Küsten sind oftmals steil aufragend, schroff und zerklüftet, während die südlichen und östlichen Küsten vorwiegend flach abfallen.

Wirtschaftliche Bedeutung hat das Meer durch die Fischerei, die Handelsschifffahrt, seine Erdgas- und Erdölvorkommen, den Tourismus und seit einigen Jahren durch die Nutzung regenerativer Energien mit Off-Shore Windparks.